Schlimmer als Krieg

Diese ARD Dokumentation von Daniel Jonah Goldhagen geht unter die Haut. Während seiner Recherchen reiste Goldhagen mit einem Filmteam um die Welt und sprach mit Tätern und überlebenden Opfern, mit Ermittlern, Diplomaten, Polizisten und Politikern. Dabei zeigt er auf, dass Völkermorde nicht etwa Ausbrüche blindwütiger oder unkontrollierter Massenhysterie sind, sondern immer das Ergebnis bewusster Entscheidungen einer totalitären politischen Führung. Ein Völkermord wird eiskalt geplant und von den Mördern bewusst durchgeführt. Besonders interessant ist seine Sicht über die unrühmliche Rolle der vereinten Nationen, die in vielen Fällen oftmals nur zusahen und aus politischem Kalkül agierten. Gegen Ende der Dokumentation schafft es Goldhagen ein Interview mit dem ehemaligen Präsidenten Guatemalas zu führen, der fast 200.000 Maya abschlachten lies. Das bizarre daran: Die Befragung von fand unmittelbar nach einer Kabinettsitzung statt, denn José Efraín Rios Montt ist weiterhin Mitglied der Regierung.

Schwarz auf rot leuchtet besonders auf Youtube sehen.

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